In der Schulkantine herrschte ohrenbetäubender Lärm, bis Max, der stadtbekannte Bully, beschloss, an dem neuen Jungen ein öffentliches Exempel zu statuieren. Artyom saß ruhig da und las ein Buch, als Max über ihm auftauchte und langsam einen großen Becher Eiskaffee direkt über seinem Kopf ausleerte.
Die dunkle Flüssigkeit tränkte Artyoms Haare und Kleidung, doch zum Entsetzen aller zuckte er weder zusammen, noch schrie er auf. Er blieb einfach mit einer unheimlichen, eisigen Fassung sitzen; sein Blick war mit einer erschreckenden Ruhe nach vorne gerichtet, die Max‘ Grinsen allmählich verblassen ließ.

Als Max versuchte, die Situation zu eskalieren, indem er Artyom an der Schulter packte, bemerkte er zu spät, dass er sich das falsche Opfer ausgesucht hatte. Artyom, ein lebenslanger Kampfkünstler, bewegte sich mit einer Geschwindigkeit und Präzision, wie sie die Schule noch nie gesehen hatte. Mit einem einzigen flüssigen Beinfeger und einem professionellen Gelenkhebel hatte er den deutlich größeren Bully innerhalb von Sekunden mit dem Gesicht nach unten auf dem kalten Fliesenboden fixiert. Es gab keine chaotische Schlägerei – nur totale, chirurgische Überlegenheit, die Max vor Überraschung und Schmerz aufheulen ließ, während der gesamte Raum in absoluter Stille zusah.

Das Nachspiel setzte Max‘ Schreckensherrschaft ein schnelles Ende. Während der Bully stöhnend auf dem Boden zurückblieb und sein Ruf in Trümmern lag, wischte sich Artyom ruhig den Kaffee aus dem Gesicht und verließ den Raum unter einer Welle fassungsloser Bewunderung. Die Schulleitung nutzte die Aufnahmen der Sicherheitskameras und Dutzende von Zeugenaussagen, um Max zu suspendieren und ihn zu einem Monat Reinigungsdienst in der Kantine zu verdonnern. Artyom erhielt keine Strafe für seine disziplinierte Selbstverteidigung; stattdessen war er plötzlich von Schülern umgeben, die begierig darauf waren, die stille Stärke zu erlernen, die er gerade bewiesen hatte.